Zeitorte - Ausflüge und Kurzurlaub im Braunschweiger Land, Heide und Harz

Zum InhaltsbereichZur Startseite

Gedenk- und Dokumentationsstätte KZ Drütte

Blick auf die Stahlkuben von außen, Foto: Arbeitskreis Stadtgeschichte e.V.

Die Gedenk- und Dokumentationsstätte KZ Drütte findet sich heute in einem der historischen Räume des ehemaligen KZ Drütte auf dem Werksgelände der Salzgitter AG.

Geschichte

Im Oktober 1942 wurde mitten auf dem Gelände der Reichswerke „Hermann Göring“ das KZ-Außenlager Drütte eingerichtet. Unter der viel befahrenen Hochstraße wurden vier Unterkunftsräume für etwa 3000 Häftlinge geschaffen. Bis zur Räumung des Lagers im April 1945 mussten sie in der Rüstungsproduktion arbeiten. Die katastrophalen Lebensumstände führten zu einer schnell ansteigenden Sterberate. Ab Sommer 1943 wurden die Häftlinge aus dem KZ Drütte und den beiden anderen Außenlagern sowie viele weitere nicht-deutsche Opfer im Salzgittergebiet auf dem Friedhof Jammertal beigesetzt. 

Der Kampf um die Gedenkstätte

Gründung des Arbeitskreis Stadtgeschichte e.V.
Bis in die 80er Jahre war die Geschichte der Konzentrationslager im Salzgittergebiet weitgehend verdrängt und vergessen. Erst anlässlich des 40-jährigen Stadtjubiläums 1982 wurde eine öffentliche Diskussion in Gang gesetzt. Bereits ein Jahr später gründeten interessierte Bürgerinnen und Bürger den Arbeitskreis Stadtgeschichte e.V.

Erste Gedenkfeier
Gemeinsam mit der IG Metall und dem Betriebsrat der Stahlwerke bemühte sich der Verein vehement um die Einrichtung einer Gedenkstätte in den historischen Räumen des ehemaligen KZ Drütte auf dem Werksgelände der Stahlwerke Peine-Salzgitter AG. 
Am 11. April 1985 organisierte der Betriebsrat dort die erste Gedenkfeier, die seitdem jährlich auf dem ehemaligen Appellplatz stattfindet.

Einrichtung der Gedenkstätte
Erst 1992 wurde einer der vier ehemaligen Unterkunftsräume für die Einrichtung einer Gedenkstätte am historischen Ort zur Verfügung gestellt. In den kommenden zwei Jahren arbeiteten Vereinsmitglieder und Historiker an der Konzeption und Umsetzung einer Dauerausstellung. Im April 1994 wurde die Gedenkstätte eröffnet.

Dauerausstellung

Dauerausstellung Gedenkstätte KZ Drütte, Foto: Arbeitskreis Stadtgeschichte e.V.
Friedhof Jammertal, Foto: Jörg Dreyer
Projektarbeit in der Gedenkstätte KZ Drütte, Foto: Arbeitskreis Stadtgeschichte e.V.

In sechs Stahlkuben erfahren Sie genaueres zur Vorgeschichte, die Lebensbedingungen im Lager, der Arbeitssituation im Werk und der Nachgeschichte. Neben übersichtlichen Sachtexten ermöglichen Bilder und Erinnerungen ehemaliger Häftlinge einen sehr persönlichen Bezug zu den Geschehnissen.

Die Gedenkstätte kann auf Grund ihrer besonderen Lage in einem arbeitenden Betrieb grundsätzlich nur im Rahmen einer Führung besucht werden.

Die Arbeit heute

Büro Arbeitskreis Stadtgeschichte e.V., Foto: Arbeitskreis Stadtgeschichte e.V.

Arbeitskreis Stadtgeschichte e.V.
Heute hat der Arbeitskreis Stadtgeschichte e.V. in erster Linie die Funktion des Trägervereins der Gedenkstätte KZ Drütte. Nachdem die Arbeit an der Dauerausstellung abgeschlossen werden konnte, wurde in den folgenden Jahren neben der Vermittlungsarbeit auch inhaltlich weiter geforscht.

Mitarbeiter der Gedenkstätte
Bereits 1994 übernahm die Historikerin Elke Zacharias die Leitung der Gedenkstätte. Ihre Arbeit wird von einer weiteren Historikerin, zwei abgeordneten Lehrkräften sowie einer Vielzahl Ehrenamtlicher unterstützt.

Dezentrale Erinnerungskultur in Salzgitter
Die Stadt Salzgitter ist durch eine dezentrale Erinnerungskultur zur NS-Geschichte geprägt. Daraus ergibt sich ein vielfältiges Arbeitsfeld, in dem neben den historischen Begebenheiten auch aktuelle Themen, wie Demokratieerziehung, Toleranz und Respekt und Arbeit gegen Rechts zu finden sind. Neben Führungen an den Gedenkorten und im gesamten Stadtgebiet, wird auch intensive regionale sowie internationale Archivrecherche betriebene. Die Beantwortung von Anfragen durch ehemalige Häftlinge, Zwangsarbeiter, Kriegsgefangener oder deren Angehörigen bleibt auch heute ein wesentlicher Bestandteil der Arbeit.

Kontakt

Epoche:

Industrialisierung & Moderne, Barock & Aufklärung, Gegenwart & Zukunft

Öffnungszeiten

Dienstag bis Sonntag 10 bis 17 Uhr (Montag geschlossen)

Aktuelles aus den ZeitOrten

23.11.: Hannes Wader im Helmstedter Brunnentheater

Musiker Hannes Wader verabschiedet sich vom Tourneeleben   Unter dem Motto „Macht’s gut“ führt ihn seine letzte Konzertreise am 23.11.2017 um 20 Uhr auch ins Brunnentheater Helmstedt.   Immer wieder ist es ihm gelungen, Sentiment und Sarkasmus, Unterhaltung und Haltung, Zorn und Zuversicht, Protest und intime Poesie in seiner Person, seinen Werken und seiner Darbietung zu […] Der Beitrag 23.11.: Hannes Wader im Helmstedter Brunnentheater erschien zuerst auf ZeitOrte. Webseite aufrufen..

ab 21.10.: Jugendinitiative „Youth and Culture“ startet in Wolfsburg

Die Initiative „Youth and Culture“ startet am Samstag, 21. Oktober. Sie wird vom Hallenbad – Kultur am Schachtweg und der Abteilung Jugendförderung des Geschäftsbereich Jugend der Stadt Wolfsburg initiiert. Mit der Eröffnung der Graffitiflächen am Biergarten haben alle Interessierten ab 15 Uhr die Möglichkeit, alles rund um „Youth and Culture“ kennen zu lernen, Snacks und Getränke sind […] Der Beitrag ab 21.10.: Jugendinitiative „Youth and Culture“... Webseite aufrufen..

Alles neu: Relaunch www.zeitORTE.de

Liebe Partner im Netzwerk der ZeitOrte, liebe Kolleginnen und Kollegen, nachdem wir der Marke „ZeitOrte“ ein neues Logo und Coporate Design verpasst haben, wird nun auch die Internetseite www.zeitORTE.de neu erstellt. Wir möchten Ihre Einrichtung auch künftig auf der Seite darstellen. Die gelernte Systematik mit unseren Zeitreise-Epochen behalten wir selbstverständlich bei. Von den bisherigen Inhalten […] Der Beitrag Alles neu: Relaunch www.zeitORTE.de erschien zuerst auf... Webseite aufrufen..