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Museum für Photographie

Gegenwart & Zukunft
Zwei historische Torhäuser sind Ausstellungsort des Museums – hier das nördliche Torhaus (Foto: Klemens Ortmeyer)

Das Museum für Photographie Braunschweig zeigt internationale zeitgenössische Fotografie und präsentiert wichtige Fotografie-positionen seit Mitte des 20. Jahrhunderts bis zur Gegenwart. 

Zeitlos
Ausstellungsansicht 267 Quartiere, Ausstellung “Kairo. Offene Stadt. Neue Bilder einer andauernden Revolution”, 2012 (Foto: Uwe Brodmann)
Gegenwart & Zukunft
Ausstellungsansicht Torhäuser, Ausstellung „Sascha Weidner: Was übrig bleibt“, 2009 (Foto: Uwe Brodmann)

Seit über 25 Jahren war und ist die Frage nach der jeweils zeitgenössischen Perspektive auf Fotografie Gegenstand lebendiger Auseinandersetzung inmitten des von Mitgliedern getragenen Vereins. In dieser Hinsicht versteht sich das Museum als Plattform, welche – basierend auf den aktuellen Ausstellungen und dem eigenen Sammlungsbestand – verstärkt auf unterschiedliche  Formen der Vermittlung setzt, beginnend bei Programmen für Kinder und Schüler bis hin zu Vortragsreihen mit internationalen Gästen in Kooperation mit der Hochschule für Bildende Künste Braunschweig.


Das Museum für Photographie verfügt über eine fotografische Sammlung. Die Nachlässe der beiden Brauschweiger Fotografen Käthe Buchler (1876-1930) und Hans Steffens (1915-1994) bilden den Schwerpunkt der Sammlung. Beide Konvolute sind von einer herausragenden Qualität und Relevanz.

Sonderausstellung Nicolaus Geyer - Weder Freund noch Feind.

Nicolaus Geyer - Die Japanische Haut
Nicolaus Geyer - Betrachtung einer Oberfläche 1999/2000

Mit der Ausstellung Nikolaus Geyer – Weder Freund noch Feind ehrt das Museum fürPhotographie Braunschweig den Fotografen Nikolaus Geyer, der 2005 mit nur 37 Jahren auf tragische Weise ums Leben kam. 2014 übertrug Dr. Ute Geyer dem Museum für Photographie den Nachlass ihres Sohnes. Die Ausstellung, die erste Ergebnisse der Inventarisierung und Aufarbeitung des Nachlasses präsentiert, bietet erstmalig und posthum einen breiten Einblick in das Werk Nikolaus Geyers, der in Braunschweig aufwuchs.

Nikolaus Geyer schloss sein Studium des Kommunikationsdesigns an der FolkwangUniversität mit seiner aufsehenerregenden Diplomarbeit Weder Freund noch Feind –Geschichten aus Beirut ab, die ihm große Anerkennung einbrachte. Für diese Arbeit lebte Geyer 1997 für einige Monate in Beirut und beobachtete die gravierenden gesellschaftlichen Veränderungen der Stadt, die er in seiner Abschlussarbeit in zehn Kapiteln thematisierte. Als „Paris des Ostens“ erlebte Beirut in diesen Jahren nach dem Ende des libanesischen Bürgerkriegs (1975 – 1990) eine Phase des Wohlstands und einen Bauboom. Geyers künstlerische Recherche zeichnet eine Stadt der Gegensätze, in der er moderne Architektur als Zeichen des Wohlstands, aber auch anhaltende Armut als Nährboden religiösen Fundamentalismus findet. Seine Arbeit schafft ein Sinnbild dieses fragilen Zustands der Disparität der libanesischen Gesellschaft in einer momentanen Friedensphase.

Für die Braunschweiger Ausstellung wurde diese Schlüsselarbeit Geyers rekonstruiert. Die Schau stellt die zehn Kapitel von Weder Freund noch Feind – Geschichten aus Beirut als Übersetzung des originalen Fotobuchs in das Format der Ausstellung vor, in der nur wenige Bilder fehlen. Geyers Werk ist so seit mehr als 10 Jahren das erste Mal wieder öffentlich zugänglich, seine Diplomarbeit erstmalig in ihrer vollständigen Konzeption für den Betrachter erfahrbar. Parallel zur Ausstellung wird Weder Freund noch Feind – Geschichten aus Beirut auch als digitales Fotobuch auf der Webseite des Museums einzusehen sein.Basierend auf der Inventarisierung des Nachlasses wagt die Braunschweiger Ausstellung zugleich einen Ausblick, wie sich das künstlerische Schaffen des vielversprechenden Fotografens wohl weiter entwickelt hätte. Seine freien, künstlerischen Arbeiten verfolgte Geyer vorrangig in ausgedehnten Reisen, in denen er die Besonderheit verschiedener Städte in der ihm eigenen verdichtenden Bildsprache festhielt. Geyers bislang unveröffentlichter Werkzyklus Die japanische Haut – Betrachtungen einer Oberfläche (1999/2000) war als Nachfolgearbeit von Weder Freund noch Feind – Geschichten aus Beirut gedacht, wurde jedoch vom Fotografen weder ausgestellt noch vollständig editiert. Die Arbeit verdeutlicht jedoch die Weiterentwicklung Geyers fotografischen Ansatzes und lässt erahnen, was man von ihm hätte erwarten können. Der Zyklus liefert ein differenziertes und subtiles Bild japanischer Gegenwartskultur und verbindet auf experimentelle Weise „dokumentarischen“ Blick und die schöne Welt der Mode. In der Schnittmenge von bildnerischem Realismus und inszenierter Vision gelingt es Geyer, zeitgemäße Metaphern des japanischen Alltags zu prägen, die mit Klischees und Erwartungen spielen.

Die Ausstellung Nikolaus Geyer – Weder Freund noch Feind ist als Werkschau des verstorbenen Fotografens angelegt und zeigt neben Rückschau und Ausblick auch weitere Highlights seines Schaffens, wie die Portraits, die Geyer für die ZEIT-Rubrik „Ich habe einen Traum“ anfertigte.

 

Ausstellung vom 24.04. bis 12.06., in der Ausstellungshalle Hamburger Straße 267, 38118 Braunschweig.

Öffnungszeiten Donnerstags bis Sonntags von 15 bis 19 Uhr, Führungen finden sonntags um 15 Uhr statt.

Eintritt 2,50 EUR, ermäßigt 1 EUR

 

 

Kontakt

Museum für Photographie Braunschweig

Helmstedter Straße 1
38102 Braunschweig

Tel.: 0531-75000
Web:  www.photomuseum.de

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Epoche:

Gegenwart & Zukunft

Öffnungszeiten

Museum für Photographie,
Helmstedter Straße 1, 38102 Braunschweig

Di - Fr 13 - 18 Uhr
Sa + So 11 - 18 Uhr
Öffentliche Führungen: Sonntags 16 Uhr

 

 

 

 

Eintrittspreise

Museum für Photographie,
Helmstedter Straße 1, 38102 Braunschweig

2,50 € p. P. bzw. 1 € p. P.

 

 

Führungen

Museum für Photographie Braunschweig e.V.
Helmstedter Str. 1, D-38102 Braunschweig

Öffentliche Führungen sonntags 16 Uhr,
Führungen für Gruppen nach Absprache.

 

 

vergangene Ausstellung

Jana Romanova, aus der Serie Waiting, 2009 – 2012 ©Jana Romanova

12.03.2015- 03.05.2015

Jana Romanova | The Alphabet of Shared Words

Die aktuelle Ausstellung "The Alphabet of Shared Words" zeigt Arbeiten der russischen Fotografin Jana Romanova, die politische Spannungen und Krisen der Post-Sowjetunion und kulturelle Eigenständigkeit, aber auch die Gemeinsamkeiten Russlands und der Ukraine reflektieren.

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Letzte Ausstellung

Foto: Andreas Giessselmann Frischluft 2010
Foto: Timo Hoheisel aus der Serie Asse II 2013

Das regionale Gedächtnis Teil 1 – Ausstellung und Webarchiv - Ein zweiteiliges Ausstellungsprojekt mit den Mitgliedern, Freunden und Gästen des Museums für Photographie Braunschweig e. V.

23.01.2015 - 22.02.2015 

Als früherer Firmensitz und Produktionsstätte der optischen Manufakturen „Voigtländer“ und “Rollei“ wird Braunschweig gerne als „Fotostadt“ betitelt. Doch was ist heute noch von diesem vergangenen Ruhm erhalten?

Das Ausstellungsprojekt

Das Ausstellungsprojekt »Das regionale Gedächtnis« sucht nach der Bedeutung der Fotografie in der Region Braunschweig und Niedersachsen. Statt eines Verweises in die Vergangenheit der fotografischen Technik übersetzt das Projekt die These der „Fotostadt“ in die Gegenwart. Auf den Fährten wichtiger in Niedersachsen agierender Fotografen des 20. und 21. Jahrhunderts haben Mitglieder des Museums, Freunde und eingeladene Gäste neue Arbeiten angefertigt, die sich auf bildliche Spurensuche historischer-kultureller Ereignisse und Traditionen in der Region begeben. Sie interpretieren fotografische Vorläufer neu, erörtern in ihren künstlerischen Kommentaren wichtige Ereignisse, Momente und Orte der kulturellen Identität der Region und stellen bildlich ihre Sichtweisen und Statements vor.

Im 2. Teil der Ausstellung vom 10.12.2015 – 17.01.2016 bietet das Projekt einen ersten Ein- und Überblick über die aktive fotografische Szene der Region Braunschweig und des Landes Niedersachsen.

Das Webarchiv der Ausstellung

Parallel zu den beiden Ausstellungen wird eine projektbegleitende Webseite (www.dasregionalegedaechtnis.de) den fotografischen Dialog über das kulturelle Erbe der Region vertiefen. Als digitale Plattform wird die Webseite ein digitales Gedächtnis der Fotografie aufbauen, welches die Fotografie als sinnstiftendes Moment für die Ausbildung von kultureller Identität in der Region erfahrbar macht und über das inhaltliche Bezüge sichtbar werden. Das Webarchiv wird hierbei um weitere historische Positionen aus dem Bestand des Museums und Sammlungen externer Projektpartner ergänzt.

Das digitale Archiv »Das regionale Gedächtnis« erinnert somit einerseits an bereits existierende historische Positionen und setzt diese andererseits in Bezug zu den zeitgenössischen Fotografen. Es stellt mit den eigens angefertigten neuen Arbeiten die agile Fotografenszene der Region vor. Das Webarchiv richtet so ein dauerhaftes fotografisches Gedächtnis der Region ein, das kontinuierlich erweitert werden soll. Ab 2016 lädt das Projekt in einer offenen Ausschreibung Fotografen dazu ein, Arbeiten einzureichen. Eine Fachjury wird dabei jedes Jahr über die Neuaufnahme eingehender Bewerbungen entscheiden. Die Bewerbungsmodalitäten werden rechtzeitig bekannt gegeben.

Mit dem Aufbau eines fotografischen Gedächtnisses der Region Braunschweig und des Landes Niedersachsens zeigt sich das Museum für Photographie Braunschweig e.V. nicht nur als Ort des Dialoges über die künstlerischen Neuentwicklungen des fotografischen Mediums, sondern wird selbst Teil des Gedächtnisses der Region.

Mit Arbeiten von Karl-Christian Amme, Thomas Blume, Andreas Bormann, Jürgen Duske, Michael Ewen, Andreas Gießelmann, Axel Grüner, Birte Hennig, Jörg Hennings, Timo Hoheisel, Ulf Jasmer, Henrike Junge-Gent, Helge H. Paulsen, Gert Schneider, Vivien Slopianka, Siegfried Trogisch, Ernst Wagner.

Aktuelles aus den ZeitOrten

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07.05.-16.10.: Sommercamp im paläon

Auf Zeitreise beim Abenteuer Sommercamp im paläon in Schöningen Geschichte selber ausprobieren, nachspielen und erleben macht ganz besonders viel Spaß. Deshalb können Besucher des Abenteuer Sommercamps des paläon ihr sportliches und handwerkliches Geschick jetzt an acht Stationen auf die Probe stellen. Denn das Forschungs- und Erlebniszentrum lädt zu einer spannenden Abenteuerreise ein. Vom 7. Mai bis […] Der Beitrag 07.05.-16.10.: Sommercamp im paläon erschien zuerst auf... Webseite aufrufen..