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Kunstverein Braunschweig

Gegenwart & Zukunft Kunstverein Braunschweig - im Haus Salve Hospes. Zu sehen ist Marcel Dzama Installationsansicht Kunstverein Braunschweig, 2011 Merry go round #2, 2011 (Hintergrund) Courtesy Sammlung Schnetkamp Foto: Matthias Kolb
Haus Salve Hospes (Foto: Kunstverein Braunschweig)


Der Kunstverein Braunschweig, gegründet im Jahr 1832, gehört heute zu den bedeutendsten Kunstvereinen Deutschlands!

In jährlich vier Einzel- oder Gruppenausstellungen präsentiert der Kunstverein bedeutende Positionen internationaler Gegenwartskunst.

Gegenwart
Im Haus Salve Hospes. Zu sehen ist von Björn Dahlem, Ewigkeit (Baum), 2011 Installationsansicht Kunstverein Braunschweig Courtesy Galerie Rüdiger Schöttle, München Foto: Fred Dott
Gegenwart

Hinter den Kulissen
Vorrangiges Ziel des Kunstvereins Braunschweig ist die Förderung junger Positionen im Diskurs zeitgenössischer Kunst. Er versteht sich als lebendiger Ort des Austausches und Dialogs.

Die Vermittlung des Potenzials zeitgenössischer Kunstproduktion ist ein Hauptanliegen, dem über die Publikation von Ausstellungskatalogen, über Vortragsreihen, Künstlergespräche und Führungen entsprochen wird. Seit 1946 residiert der Kunstverein Braunschweig am Lessingplatz in der Villa Salve Hospes.

Auf zwei Etagen stehen dem Kunstverein Braunschweig knapp 400 Quadratmeter Ausstellungsfläche zur Verfügung. Im Jahr 1996 wurde zusätzlich in einer der Remisen ein Ausstellungsraum eröffnet. Als Experimentierfeld ist dieser Raum eine Plattform für junge künstlerische Positionen und kuratorische Projekte.

Villa Salve Hospes
Die Villa Salve Hospes wurde 1805 bis 1808 von dem Architekten Peter Joseph Krahe als privater Wohnsitz eines Kaufmannes in klassizistischem Stil erbaut. In ihrer klaren, einfachen Raumkonzeption knüpft sie an die große Tradition venezianischer Villen der Renaissance an und hat die Villa Rotonda in Vicenza von Andrea Palladio als konkretes Vorbild. Die innere Raumkonzeption basiert auf einer zentralen Raumfolge und den sich daraus ergebenden vertikalen und horizontalen Blickachsen.

Das prägende Merkmal des Hauses ist die Haupteingangsachse mit ihrem landschaftlichen Bezug zum Park. Von der Eingangsrotunde aus öffnet sich ein großzügiger rechteckiger Raum, der durch drei große Fenstertüren den Blick über eine erhöhte Terrasse in die Landschaft freigibt. Gleichzeitig eröffnet die Rotunde die Nebenachsen zur linken und rechten Seite, die den Rundgang durch das Haus ermöglichen. Die Rotunde ist dabei zentraler Ausgangs- und Endpunkt dieser Raumachsen.

HORSES - Eine Ausstellung von David Douard im Kunstverein Braunschweig bis 13. November 2016

Industrialisierung
Courtesy of the artist and Galerie Chantal Crousel, Paris

Klar und doch kryptisch wirken die Satzfragmente und Wortfetzen, die auf gespannten Textilien in der Ausstellung des französischen Künstlers David Douard prangen und bedeutsame Aussagen suggerieren. In jugendsprachlichem Slang verfasst konfrontieren die Gedichtzeilen anonymer Autoren ihre Leser mit einer ungefilterten, wie dahingespuckten Sprache. Vieles wird angedeutet, ohne explizit zu werden. Sie lassen sich als Signal der Abgrenzung von einer gesellschaftlichen Norm lesen. Eine Haltung, die an verschiedenen Stellen in Douards Werken mitschwingt, und einem nicht zuletzt begegnet, wenn es darum geht, dessen Installationen einzuordnen.

Charakteristisch ist dies auch für die Kommunikation, wie sie im Verborgenen im sogenannten Darknet geführt wird. Über verschlüsselte Verbindungen ermöglicht das Darknet anonyme Bewegungen im Internet. Gilt es dadurch einerseits als Plattform für kriminelle Handlungen, so bot es andererseits etwa im Rahmen der Revolutionsbewegungen in Ägypten oder der Türkei Raum für freie Kommunikation. Tatsächlich speist sich Douards Inspiration unter anderem aus anonymen Konversationen, Gedanken, Fotos und vor allem Gedichten aus dem Darknet. All dies findet seine abstrahierte Übersetzung in hybriden Objekten und Installationselementen, die zwischen organischer und technischer Erscheinungsweise changieren. So dominiert eine kühl anmutende Metallstruktur den Raum, während darin höchst fragile Glasobjekte hängen, die sowohl an Inneneinrichtungsgegenstände als auch an Bildschirme von Überwachungskameras denken lassen.

Douards Werken liegt eine scharfsinnige und kritische Beobachtung der Gesellschaft und ihrer aktuellen Entwicklung zugrunde. Fragen nach der Bedeutung des Individuums in einer Gemeinschaft und der Freizügigkeit im Umgang mit persönlichen Daten stehen im Raum. Der Begriff der Übertragung ist dabei von zentraler wie vielfältiger Bedeutung: nicht nur bezogen auf elektrische Leitfähigkeit, sondern insbesondere bezüglich Sprache, von Wort und Bedeutung.

Für seine erste institutionelle Einzelausstellung in Deutschland entwickelte der Künstler ein Raumkonzept, das Besucherinnen und Besucher in eine bizarre Welt entführt. Narrative Spuren werden gestreut, um sich an anderer Stelle wieder zu verlieren. So unnahbar die einzelnen Werke erscheinen, so intensiv lässt sich die gleichsam nu?chterne wie melancholische Atmosphäre erleben, die sie erzeugen. Das Spiel mit der An- und Abwesenheit eines nicht näher auszumachenden Subjekts lässt schließlich einen Eindruck von Beklommenheit zurück.

David Douard (*1983 in Perpignan, Frankreich) lebt und arbeitet in Aubervilliers. 2016 ist er in verschiedenen Gruppenausstellungen u.a. im Rahmen der 72e Biennale d'art contemporain, Rennes, vertreten. 2015 präsentierte Douard Einzelausstellungen in der Galerie Chantal Crousel, Paris („Bat-Breath. Battery“), und in Union Pacific, London, und nahm im Musée d’art Moderne de la Ville, Paris und im Fridericianum, Kassel an Gruppenausstellungen teil. Das Palais de Tokyo, Paris, widmete ihm 2014 eine Einzelausstellung („Mo'Swallow“). Zeitgleich zur Braunschweiger Ausstellung sind seine Werke außerdem in einer Einzelpräsentation in der Galerie Konrad Fischer, Berlin sowie in einer Gruppenausstellung in den Kunstsaelen, Berlin, zu sehen.

Kontakt

Kunstverein Braunschweig

Lessingplatz 12
38100 Braunschweig

Tel.: 0531-49556
Web:  www.kunstverein-bs.de

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Epoche:

Gegenwart & Zukunft, Kultur und Sehenswertes (5004)

Öffnungszeiten

Öffentliche Öffnungszeiten: 

Di - So 17.00 - 23.00 Uhr

Do 14.00 - 23.00 Uhr

Öffentliche Führungen: 

Do + So jeweils um 18.00 Uhr

Eintritt

3,00 €
1,60 € (ermäßigt)

Für Kunstvereinsmitglieder frei.

Führungen/Veranstaltungen

Öffentliche Führungen:
So: 14:30 Uhr
Do: 18:00 Uhr
und nach Vereinbarung

Besondere Veranstaltungen
wie Ausstellungseröffnungen
und Künstlergespräche
werden auf dieser Seite bekanntgegeben

Rückblick Ausstellungen 2015

Gegenwart
Untitled, 2015 Malerei auf Fotografie, 190 x 139 cm Courtesy the artist and Galerie Kadel Willborn

Carsten Nicolai | UR-Geräusch
13.06. - 23.08.2015 | Haus Salve Hospes

Der Kunstverein Braunschweig widmet Carsten Nicolai, einem der bedeutendsten Vertreter zeitgenössischer Klangkunst, eine umfassende Einzelausstellung, die Arbeiten aus bekannten Werkzyklen sowie weitere neu entwickelte zeigen wird. Nicolai agiert stark vernetzt und kollaborativ an den Schnittstellen zwischen den Genres und fusioniert Kunst, Musik und Naturwissenschaft zu ganzheitlichen Sinneswahrnehmungen.

Oft geht er dabei von physikalischen Phänomenen wie Klang- und Lichtfrequenzen oder elektromagnetischen Feldern aus. Diese in seinen raumgreifenden Installationen optisch und akustisch wahrnehmbar zu machen, bildet den Kern seiner künstlerischen Vorgehensweise.

Carsten Nicolai (geb. 1965 in Chemnitz, lebt in Chemnitz und Berlin) nahm an der documenta X teil, 2001 gewann er den Ars Electronica Preis. Seine Werke wurden mehrfach auf der Venedig Biennale sowie in zahlreichen internationalen Gruppenausstellungen unter anderem im Guggenheim Museum, New York, Centre Pompidou, Paris oder Tate Modern, London gezeigt.

 

HELEN FEIFEL
13.06.- 23.08.2015 | Remise

Fotografie, Keramik, Weberei, Malerei - Helen Feifel bedient sich einer Fülle verschiedener Materialien und Techniken, von denen man meinen könnte, sie seien in Vergessenheit geraten.

Die Eigenwilligkeit des jeweiligen Materials und der damit verbundene Zufall, der Umgang mit Zwei- und Dreidimensionalität und der Gedanke das Gegenständliche zu abstrahieren schwingen stets mit. Zum Teil subtil, und manchmal offensichtlich spürt sie einem ganz eigenen Verständnis von Malerei nach, wie anhand der in der Remise arrangierten, allesamt 2015 entstandenen Werke sichtbar wird.

Helen Feifel (geb. 1983 in Schwäbisch Gmünd, lebt und arbeitet in Berlin) studierte an der Staatlichen Akademie der Bildenden Künste in Karlsruhe. Derzeit zeigt die Künstlerin ihre Werke in einer Einzelausstellung in der Deutschen Bank in Frankfurt/Main. 2014 erhielt sie das Kaiserringstipendium für junge Kunst, Goslar.

Aktuelles aus den ZeitOrten

20.01.: Sonderführung „Dérèglement de tous les sens“ – Herzog August Bibliothek

Sonderführung durch die Ausstellung zu Arthur Rimbaud am Freitag, den 20.01.2017 um 15:30 Uhr in der Herzog August Bibliothek Wolfenbüttel Sven Limbeck gewährt am Freitag, 20. Januar 2017, um 15.30 Uhr in einer Sonderführung durch die Ausstellung »Dérèglement de tous les sens« – Arthur Rimbaud in den Künsten anhand von Beispielen aus der klassischen und […] Der Beitrag 20.01.: Sonderführung „Dérèglement de tous les sens“ – Herzog August Bibliothek erschien... Webseite aufrufen..

24.01.: Vortrag über die Jagdbauten der Braunschweiger Herzöge

Kostenloser Vortrag zum Thema: „Jagdbauten der Braunschweiger Herzöge im Harz“, Dienstag, den 24.01.2017 um 18:30 Uhr im Roten Saal im Schloss Braunschweig. Die Jagdbauten der Braunschweigischen Herzöge bilden einen Schwerpunkt in der aktuellen Sonderausstellung „Schatzkammer Harz“ im Schlossmuseum Braunschweig. Der Historiker Dr. Bernd Wedemeyer stieß während seiner Recherchen zur der Ausstellung auch auf bislang unbekannte […] Der Beitrag 24.01.: Vortrag über die... Webseite aufrufen..

bis 1.02.: „Was wäre wenn … ?“ Ausstellung verlängert – Herzog August Bibliothek

Verlängerung der Ausstellung „Was wäre, wenn …?“ bis zum 1. Februar 2017 Die Ausstellung „Was wäre, wenn…? Studentische Entwürfe für eine Erweiterung der Herzog August Bibliothek“ im Zeughaus der Bibliothek wird verlängert. Die 19 Architekturentwürfe von Berliner Studenten zu einer möglichen Erweiterung des Bibliotheksquartiers werden noch zwei Wochen länger präsentiert. Im Sommersemester 2016 wurde an […] Der Beitrag bis 1.02.: „Was wäre wenn …... Webseite aufrufen..