Zeitorte - Ausflüge und Kurzurlaub im Braunschweiger Land, Heide und Harz

Zum InhaltsbereichZur Startseite
Seite hinzufügen

Gedenkstätte in der JVA Wolfenbüttel

Industrialisierung
Am historischen Ort dokumentiert die Gedenkstätte in der JVA Wolfenbüttel in zwei Dauerausstellungen die Entwicklung der deutschen Justiz im nationalsozialistischen Staat.


Am historischen Ort dokumentiert die Gedenkstätte in der JVA Wolfenbüttel in zwei Dauerausstellungen die Entwicklung der deutschen Justiz im nationalsozialistischen Staat.

Bis 2018 wird die Gedenkstätte grundlegend umgestaltet und erweitert, ein Führungsbetrieb ist aktuell nur eingeschränkt möglich.
Mit einem Blog berichten die MitarbeiterInnen der Gedenkstätte regelmäßig über die Fortschritte der Neugestaltung der Gedenkstätte.

 


Geschichte des historischen Ortes
Das Strafgefängnis Wolfenbüttel war seit 1937 eine von zwei zentralen Hinrichtungstätten im norddeutschen Raum. Bis zur Befreiung am 11. April 1945 wurden hier Männer und Frauen, Deutsche und Ausländer, Zivilisten und Soldaten nach Todesurteilen der deutschen Justiz mit der Guillotine und dem Strang hingerichtet.


1937 – 1945
Eine im Innenhof des damaligen Strafgefängnisses Wolfenbüttel gelegene Schlosserei wurde auf Anweisung des Reichsjustizministeriums im Herbst 1937 zu einer Hinrichtungsstätte umgebaut. Hier wurden mit der Guillotine und seit 1943 mit dem Strang Todesurteile der deutschen zivilen und militärischen Gerichtsbarkeit vollstreckt. Die erste Hinrichtung ist mit dem Datum 12. Oktober 1937 verzeichnet und die letzte eingetragene Hinrichtung wurde am 15. März 1945 vollstreckt. Das Verzeichnis endet mit der Zahl 516.

Neben einigen wenigen wegen Kapitalverbrechen Verurteilten wurden zahlreiche deutsche Zivilisten wegen „Plünderns“, „Feindsenderhörens“ oder „Schwarzschlachtens“ sowie deutsche Wehrmachtsangehörige wegen angeblicher „Feigheit vorm Feinde“, „Fahnenflucht“ oder „Selbstverstümmelung“ abgeurteilt und exekutiert.
Eine weitere große Gruppe bildeten die ausländischen Zwangsarbeiterinnen sowie Straf- und Kriegsgefangene aus den von der deutschen Wehrmacht besetzten Ländern, die zumeist wegen Bagatelldelikten oder wegen Widerstands zum Tode verurteilt worden waren.


1945 – 1947
Nach der Befreiung im April 1945 ließen die britischen Militärbehörden zwischen Juni 1945 und Juli 1947 weitere 67 Todesurteile vollstrecken. Hingerichtet wurden Deutsche wegen Kriegsverbrechen, sowie deutsche Zivilisten und ehemalige ausländische Zwangsarbeiter wegen Verstößen gegen Anordnungen der Alliierten Militärregierung.

1950er und 1960er Jahre
In den 1950er und 1960er Jahren war die Wolfenbütteler Strafanstalt Inhaftierungsort für zahlreiche politische Gefangene als Opfer des „Kalten Krieges“.

 

 

Kontakt

Gedenkstätte der JVA Wolfenbüttel

Ziegenmarkt 10
38300 Wolfenbüttel

Tel.: 05331 807 343
Web:  wolfenbuettel.stiftung-ng.de

Auf der Karte anzeigen

Epoche:

Gegenwart & Zukunft, Industrialisierung & Moderne

Führungen

Die Gedenkstätte bietet an allen Wochentagen Führungen für Gruppen von etwa 8 bis 30 Personen an. Bitte melden Sie sich möglichst frühzeitig an und teilen Sie uns eventuelle Wünsche bezüglich inhaltlicher Schwerpunkte mit.

Aktuelles aus den ZeitOrten

24.03.: „on air tonight“ – Wolfenbütteler Late-Night-Show feiert 24. Ausgabe

24. Ausgabe der Wolfenbütteler Late-Night-Show „on air tonight“ findet am 24. März in der Lindenhalle Wolfenbüttel statt. Polonäse Blankenese in Wolfenbüttel „Wir ziehen los mit ganz großen Schritten, und Erwin fasst der Heidi von hinten an die Schulter.“ – so klingt es am 24. März anlässlich der 24. Ausgabe der Wolfenbütteler Late-Night-Show „on air tonight“ […] Der Beitrag 24.03.: „on air tonight“ – Wolfenbütteler Late-Night-Show feiert 24... Webseite aufrufen..

27.02.: Vortrag „Luftfahrt der Zukunft: Hubschrauberfliegen – Zukünftig mit Lenkrad?“

Vortrag zum Thema „Luftfahrt der Zukunft: Hubschrauberfliegen – Zukünftig mit Lenkrad?“ am 27.02.2017 im Haus der Wissenschaft Braunschweig. Kann das Fliegen eines Hubschraubers so einfach werden wie Autofahren? Zusammen mit fünf anderen Universitäten und Forschungseinrichtungen hat das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt Technologien untersucht, die das Fliegen von morgen erleichtern können. Im Vortrag wird […] Der Beitrag 27.02.: Vortrag „Luftfahrt der... Webseite aufrufen..

24. bis 26.03.: Symposium und Ausstellung im Kloster St. Marienberg, Helmstedt

Symposium zum Thema „Paramente in Bewegung. Bildwelten liturgischer Textilien (12. bis 21. Jahrhundert)“ im Kloster St. Marienberg Helmstedt. Freitag, 24. März bis Sonntag, 26. März 2017     „wo [die Bilder] aus dem hertzen sind, thun sie fur den augen keynen schaden“ (Martin Luther, Wider die himmlischen Propheten, von den Bildern und Sakrament) Anlässlich des Reformationsjubiläums 2017 plant das Kloster St. […] Der Beitrag 24. bis 26.03.: Symposium... Webseite aufrufen..