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Gedenkstätte in der JVA Wolfenbüttel

Gegenwaft & Zukunft
Am historischen Ort dokumentiert die Gedenkstätte in der JVA Wolfenbüttel in zwei Dauerausstellungen die Entwicklung der deutschen Justiz im nationalsozialistischen Staat.


Am historischen Ort dokumentiert die Gedenkstätte in der JVA Wolfenbüttel in zwei Dauerausstellungen die Entwicklung der deutschen Justiz im nationalsozialistischen Staat

 


Geschichte des historischen Ortes
Das Strafgefängnis Wolfenbüttel war seit 1937 eine von zwei zentralen Hinrichtungstätten im norddeutschen Raum. Bis zur Befreiung am 11. April 1945 wurden hier Männer und Frauen, Deutsche und Ausländer, Zivilisten und Soldaten nach Todesurteilen der deutschen Justiz mit der Guillotine und dem Strang hingerichtet.


1937 – 1945
Eine im Innenhof des damaligen Strafgefängnisses Wolfenbüttel gelegene Schlosserei wurde auf Anweisung des Reichsjustizministeriums im Herbst 1937 zu einer Hinrichtungsstätte umgebaut. Hier wurden mit der Guillotine und seit 1943 mit dem Strang Todesurteile der deutschen zivilen und militärischen Gerichtsbarkeit vollstreckt. Die erste Hinrichtung ist mit dem Datum 12. Oktober 1937 verzeichnet und die letzte eingetragene Hinrichtung wurde am 15. März 1945 vollstreckt. Das Verzeichnis endet mit der Zahl 516.

Neben einigen wenigen wegen Kapitalverbrechen Verurteilten wurden zahlreiche deutsche Zivilisten wegen „Plünderns“, „Feindsenderhörens“ oder „Schwarzschlachtens“ sowie deutsche Wehrmachtsangehörige wegen angeblicher „Feigheit vorm Feinde“, „Fahnenflucht“ oder „Selbstverstümmelung“ abgeurteilt und exekutiert.
Eine weitere große Gruppe bildeten die ausländischen Zwangsarbeiterinnen sowie Straf- und Kriegsgefangene aus den von der deutschen Wehrmacht besetzten Ländern, die zumeist wegen Bagatelldelikten oder wegen Widerstands zum Tode verurteilt worden waren.


1945 – 1947
Nach der Befreiung im April 1945 ließen die britischen Militärbehörden zwischen Juni 1945 und Juli 1947 weitere 67 Todesurteile vollstrecken. Hingerichtet wurden Deutsche wegen Kriegsverbrechen, sowie deutsche Zivilisten und ehemalige ausländische Zwangsarbeiter wegen Verstößen gegen Anordnungen der Alliierten Militärregierung.

1950er und 1960er Jahre
In den 1950er und 1960er Jahren war die Wolfenbütteler Strafanstalt Inhaftierungsort für zahlreiche politische Gefangene als Opfer des „Kalten Krieges“.

 

 

Kontakt

Gedenkstätte KZ Drütte

Arbeitskreis Stadtgeschichte e. V.
Wehrstraße 29

38226 Salzgitter

Tel.: 05341 44581
Web:  www.gedenkstaette-salzgitter.de

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Epoche:

Industrialisierung & Moderne

Öffnungszeiten

Durch die besondere Lage der Gedenkstätte KZ Drütte in einem arbeitenden Industriebetrieb, kann sie in der Regel nur im Rahmen einer Führung besucht werden.

Am 2. Samstag im Monat ist die Gedenkstätte zwischen 15.00 und 17.00 Uhr auch ohne Voranmeldung für Besucher geöffnet.

Es findet keine Führung statt. Engagierte Mitglieder des Arbeitskreis Stadtgeschichte e.V. sind vor Ort und stehen für Fragen zur Verfügung.

Veranstaltungen

Termine für öffentliche Führungen und aktuelle Veranstaltungen finden Sie unter:

http://www.gedenkstaette-salzgitter.de/category/veranstaltung/

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